Cornelia Schleime – Mitternachtsschwester

1. 9.  – 13. 10. 2013

Cornelia Schleime, Mitternachtsschwester 2012, Acryl, Asphaltlack, Schellack auf Leinwand, 200 x 180 cm

„Die Moderne fordert die Loslösung vom Vertrauten und eine Befreiung von Bindungen. Das strukturelle Problem dieser gefundenen Freiheit war deren Ziellosigkeit und die Abwesenheit der Bindung zu sich selbst“, schreibt Cornelia Schleime in ihren Texten. Sie selbst ist auf Reisen durch viele Orte gekommen, ohne den idealen Ort finden oder sich selbst verorten zu wollen. Ihre Bildtitel zeugen von einer eigenen Poesie, ihre Maltechnik und die Anlage der Körper von Kraft, Widerstand und Geheimnis. Sich auszusetzen ohne sich preiszugeben scheint ihrer Kunst die besondere Aura zu verleihen. „Ich kann mich nur aushalten, wenn ich male, sonst bin ich unerträglich.“
Cornelia Schleime wurde 1953 in Ost-Berlin geboren. 1975 bis 1980 studierte sie an der Hochschule für Bildende Kunst Dresden und wurde 1981 mit einem Ausstellungsverbot belegt. 1984 übersiedelte sie, unter Verlust ihres bisherigen Werks, das spurlos verschwand, nach West-Berlin. Mehrere Stipendien, darunter ein Stipendium des DAAD für New York, ermöglichten ihr Reisen nach Kenia, Indonesien, Brasilien, Hawai. Seit 2000 ist sie Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste Dresden. Sie erhielt den Gabriele-Münter-Preis 2003, den Fred-Thieler-Preis 2004, Award of excellent painting des National Art Museum of China 2005. Sie hat seit 2005 eine Professur in Münster/ Westfalen inne. Einzelausstellungen, auch Museumsausstellungen international seit 1986. Das Werk Schleime ist in zahlreichen Museen und Sammlungen vertreten, zahlreiche Publikation.

1. 9. 2013, 17 Uhr  Eröffnung
Es sprechen: Renate Grisebach, 1. Vorsitzende Kunstverein KunstHaus Potsdam
Einführung: Christiane Bühling-Schultz, Kuratorin