Vom Aussenraum zum Innenraum

aus der Sammlung Florian Peters-Messer
In Kooperation mit dem Potsdam Museum –
Forum für Kunst und Geschichte

23. 3. – 4. 5. 2014

Sabine Hornig. o.T. (Karl Marx Allee) 2002 150 x 242 cm,, c-print, behind plexiglass, aluminium frame
Florian Baudrexel Anki Del Negro, Larissa Fassler, Sabine Hornig, Karsten Konrad,
Manfred Pernice, Felix Schramm, Kamen Stoyanov, Thomas Struth, Kon Trubkovich

Zehn Künstlerinnen und Künstler zeigen Arbeiten zu den Themen Stadtraum und Architektur. Darunter sind riesige, selbst entworfenen Baupläne von Larissa Fassler (geboren 1975 in Vancouver), in denen sie die Bausünden von Berliner Hochhaussiedlungen rund um die U-Bahnstation Kottbusser Tor aufs Korn nimmt. Mit ihren Kommentaren wie „Hier Polizeieinsatz“, „Bierpreise“ oder „Punk-Treff“ entsteht ein Psychogramm des heruntergekommenen Wohnkomplexes mitten in der Stadt. Doch auch am Rand deutscher Städte gibt es trostlose Architektur. Thomas Struth, der als einer der bekanntesten Fotografen der Becherschule gilt, hat mit seiner Kamera westdeutsche Tristesse in Form von gesichtslosen Mehrfamilienhäusern in Leverkusen eingefangen. Manfred Pernice dagegen arbeitet mit einfachen Materialien aus Baumärkten und Fundstücken von Baustellen. Seine Installation „Hässliche Luise“ (2004) war einst Teil eines Klettergerüstes von einem längst abgerissenen Spielplatz in Ost-Berlin. Auch Sabine Hornig setzt sich mit Ostberliner Architektur auseinander. In ihren Skulpturen und Fotografien stehen Gebäudeteile wie Fenster, Türen und menschenleere Eingangshallen im Zentrum. In ihrer scheinbar rein dokumentarischen Fotografie irritiert Hornig mit Spiegelungen, Schmutz und Kratzspuren auf den Fensterscheiben: innen und außen wechseln ständig vor dem Auge des Betrachters. Eine von Hornigs großformatigen Arbeiten, die auch das Motiv unserer Einladungskarte ist, hängt im Rahmen der Ausstellung „Vom Aussenraum zum Innenraum“ jetzt im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte. Alle gezeigten Arbeiten sind aus der Kunstsammlung Peters-Messer.

23. 3. 2014, 16 Uhr  Eröffnung
Es sprechen: Renate Grisebach, Vorsitzende Kunstverein KunstHaus Potsdam
Einführung: Dr. Jutta Götzmann, Direktorin Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte