Jahresgaben

Jahresgaben 2022

AM Hagen & Carlo Leone Spiller mit Roman Roth

The Lightning Poem, 2022

21 NFTs | 21 Fragmente,
NFT: High-res PNG,
3369 px  × 3369 px, 300 dpi

Mitglieder je 0.003btc (ca. 110€) Nichtmitglieder je 0.005btc (ca. 180€)

Kaufanleitung

1/1 Print + 1/1 NFT
Print: C-Print auf AluDibond, 200 x 86 cm, NFT: High-res PNG 10125 px  × 23614 px, 300 dpi

Mitglieder 3100 €
Nichtmitglieder 4200 €

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AM Hagen & Carlo Leone Spiller mit Roman Roth,
The Lightning Poem#01-21, 2022

The Lightning Poem wurde anhand eines in Hexametern verfassten Gedichts und auf der Grundlage eines Ölbildes von einer künstlichen Intelligenz(KI) generiert.


21 Fragmente ergeben zusammen den vollständigen Text. Sowohl formal als auch inhaltlich berufen sich das Gedicht und die damit
verbundenen Bildelemente auf Homers Odyssee. Sie greifen aber auch auf spezifische Begriffe aus dem Bitcoin-Universum zurück, wie
etwa Zombie Channels oder BOLT. Und auch die Aufteilung in 21 Fragmente verweist darauf, beträgt doch die maximal mögliche Zahl
aller Bitcoins 21 Millionen.


Obgleich durch eine KI generiert, finden sich im Bild Spuren der Autor*innenschaft wieder: Die Verschwisterung von gemaltem Bild und geschriebenem Text wird hier mithilfe von Technologie verwirklicht und digitalisiert. Die Kontrolle bleibt stets bei den Künstler*innen. Im Kollektiv bearbeiten sie das Material; sie geben dem Programm vor, welche Aspekte hervorgehoben werden sollen und sie entscheiden schließlich über das endgültige Arrangement.


The Lightning Poem wurde exklusiv als Jahresgabe für den Kunstverein KunstHaus Potsdam produziert. Mit The Lightning Poem ist erstmalig eine Jahresgabe in einem deutschen Kunstverein als NFT (Non-Fungible Token) erhältlich. Die Künstler*innen arbeiten dafür über Raretoshi. Dieser NFT-Marktplatz nutzt die Liquid-Network-Sidechain, wodurch vertrauliche Transaktionen ermöglicht werdenohne Strom zu verbrauchen.


Zum Kauf stehen der 200 x 86 cm große Print, der vor Ort im KunstHaus installiert ist und zu dem die*der Käufer*in ein NFT des gesamten Bilds und Gedichts erhält.


Zudem sind 21 Fragmente des Gesamtbilds und Gedichts als NFT auf Raretoshi erhältlich.


Eine Übersicht der einzelnen NFTs finden Sie auf der Seite https://raretoshi.com/tag/lightningpoem.


AM Hagen & Carlo Leone Spiller arbeiten seit 2021 zusammen. Die Malereien stammen von AM Hagen,die Texte von Carlo Leone Spiller. Für die Jahresgabe hat sich Roman Roth um die technischen Prozesse gekümmert. Hagen und Roth arbeiten in Berlin, Spiller in Basel


Hier geht’s zur Kaufanleitung…..

Fotos: Bernd Hiepe

Katrin von Lehmann

Proxy 12-3, 2018 | Proxy 12-4, 2018

Buntstifte auf Papier, genäht,
je ca. 14 x 21 x 1,5 cm

Mitglieder je 660 € (gerahmt)
Nichtmitglieder je 750 €
(gerahmt)

vergriffen

Fotos: Bernd Hiepe

Katrin von Lehmann

Blick auf Vielfalt 5-3, 2013/2014 (Abb.) | Blick auf Vielfalt 5-6, 2013/2019 (ohne Abb.)

Buntstifte auf Papier, gelocht,18 x 25,5 x 1,5 cm

Mitglieder je 760 € (gerahmt)
Nichtmitglieder je 850 € (gerahmt)

Katrin von Lehmann arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, wobei sie stets die Praxis des Zeichnens erweitert. Die
Serie der Proxy-Zeichnungen ist Teil des 2015 begonnenen Projekts Leerstelle des Unbekannten/Nichts stimmt mehr.


Im Rahmen dieses Projekts adaptierte von Lehmann Methoden der Naturwissenschaften – festgelegte Verfahren und Regelwerke – um
das ihr eigene Medium der Zeichnung neu aufzurollen. Sie fragte sich: Gelange ich zu neuen oder anderen Bildern, wenn ich diese
Vorgehensweise über einen langen Zeitraum praktiziere?


Für die von ihr entwickelte Proxy-Zeichen-Technik limitiert von Lehmann die zeichnerische Tätigkeit auf einfache, sich wiederholende, schnelle Bewegungen der rechten und linken Hand. Die Auswahl der zu nutzenden Farben entfällt, da alle Buntstifte eines Kastens in einer zufälligen Reihenfolge verwendet werden. In dieser Engführung des Tuns tut sich eine schier unendliche Anzahl von Möglichkeiten auf; die Wahrnehmung wird in der Wiederholung sensibel für Nebensächliches und neue Beobachtungen fließen in Entscheidungen für das weitere Vorgehen ein.


Durch die Proxy-Zeichen-Technik werden sowohl für die Künstlerin während des Produktionsprozesses als auch für die Betrachter*innen
einzelne Linien und Bewegungen sichtbar, andere gehen in einem dichten Konglomerat an Farben auf und lassen kaum einen Anfangsoder Schlusspunkt erkennen. Die körperliche Arbeit der Künstlerin, der performative Prozess der Produktion, tritt im sich verändernden Duktus und in den unterschiedlichen Schwüngen der einzelnen Linien hervor.


Die Technik der perforierten Zeichnungen, die Katrin von Lehmann für die Arbeiten der Reihe Blick auf Vielfalt anwendet, entwickelte sie
in der Auseinandersetzung mit dem Thema eine Wissensgeschichte der menschlichen Vielfalt im 20. Jahrhundert während eines Arbeitsaufenthalts am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in den Jahren 2012/2013.


In Symposien, Gesprächen und Texten bemerkte von Lehmann, dass in den einzelnen Untersuchungen bestimmte partielle Aspekte des
Menschen erforscht werden, aber selten ein Zusammenhang zum gesamten Menschen hergestellt wird. Davon ausgehend werden in
dieser Serie Bereiche der auf der Rückseite befindlichen Zeichnung durch die Perforierung sichtbar gemacht.


Katrin von Lehmann wurde 1959 in Berlin geboren. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit einem Arbeitsstipendium des Wettermuseums Lindenberg in Brandenburg im Jahr 2009 hat von Lehmann die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten zum Kern ihrer künstlerischen Praxis gemacht. Ihr Fokus richtet sich seitdem auf die epistemologische
Forschung in Wissenschaft und Kunst.

Foto: Bernd Hiepe

Susanne Piotter

Change, 2021

Beton und Stahlständer
Objekt 134 x 74 x 4 cm
Gestell 120 x 72 cm

Mitglieder 5.000 €
Nichtmitglieder 6.000 €

„Change is coming whether you like it or not“ balanciert als BetonSchriftzug auf einem einfachen Stahlständer. Der massive weiße Beton erscheint hier ähnlich einem Leuchtschild oder einer Grafik. Nur die äußeren Seiten der Buchstaben sind wie die Schattierungen eines Logos in einem leuchtenden Orangeton bemalt.


Die Schwere des Materials wird durch diesen Anstrich und auch durch die Präsentation verschleiert, wenn der Schriftzug nur auf einem dünnen Stahlständer balancierend, beinahe in der Schwebe erscheint. Anders als der Rest des Satzes ist das erste Wort – Change – über
zwei Zeilen halbiert. Diese Betonung, aber auch Verfremdung lässt in den ersten beiden Zeilen Lücken entstehen, die auf jene leeren
Stellen verweisen können, die für Veränderung nötig sind oder aber auf jene Lücken, die in Prozessen der Veränderung weiterbestehen.


Zitiert wird hier jener Satz, mit dem die Klimaaktivistin Greta Thunberg ihre Rede bei der UN-Klimakonferenz 2019 abschloss. In diesem Sinne kann der Balanceakt des Beton-Zitats vielleicht als eine Anspielung auf die sich stetig verschlechternde Klimalage in der Welt verstanden werden.


Change von Susanne Piotter ist 2021 anlässlich der Gruppenausstellung Three Point Turn entstanden, die vom 12. September bis Oktober im Kunstverein KunstHaus Potsdam zu sehen war.


Geboren in Düsseldorf, studierte Susanne Piotter an der Höheren Berufsfachschule für Gestaltung in Köln, an der Maastricht Academy of Fine Arts and Design (Diplom Bühnenbild) und Multimediadesign an der Media Academy Cimdata, Berlin. Neben anderen Auszeichnungen war Piotter 2020 Stipendiatin des Kunsthof Barna von Sartory in Brüssow. Ihre Arbeiten werden in internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. Vertreten von der BBA Gallery, lebt und arbeitet Susanne Piotter in Berlin.

Mia Sanchez

Menschen am Sonntag, 2022

Digitaldruck, aufgezogen auf Alu-Dibond 80 x 120 cm, Auflage: 5+ 2 AP

Mitglieder 660 €
Nichtmitglieder 750 €

Auf dem dunkelgrünen Grund von Mia Sanchez‘ Arbeit Menschen am Sonntag bewegt sich eine Vielzahl von Personen. Sie wurden von hinten und aus der Distanz fotografiert, sodass der Eindruck entsteht, dass die Künstlerin sie beobachtet hat und ihnen im öffentlichen Raum gefolgt ist.

Vorarbeiten zu diesem Werk sind während Sanchez‘
Aufenthaltsstipendium an der Akademie der Künste 2020 in Berlin entstanden. Die Künstlerin verweist mit ihrer Arbeit auf den gleichnamigen Stummfilm Menschen am Sonntag aus dem Jahr 1930. Dieser behauptet ein Film ohne Schauspieler*innen zu sein und mischt Szenen einer Geschichte um junge Menschen mit Aufnahmen Berlins in den 1920er-Jahren. An die Frage des Dokumentarischen anknüpfend, wirft Sanchez in ihrer Arbeit Fragen danach auf, inwieweit es sich um Momente der Verfolgung und Beobachtung, um authentische oder um gestellte Bilder handelt. In Analogie dazu ist vielleicht auch das Grün des Hintergrunds zu verstehen. Es lässt an einen Greenscreen denken und damit an eine Technik, die genutzt wird, um die Umgebung, in der sich eine Figur oder ein Gegenstand befindet, zu manipulieren, zu verfälschen oder gar erst zu erstellen.

Ausschnitt „Menschen am Sonntag“

Menschen am Sonntag wurde von Mia Sanchez exklusiv als Jahresgabe für den Kunstverein KunstHaus Potsdam angefertigt. Ausgangspunkt war die Zusammenarbeit mit der Künstlerin im Rahmen der Gruppenausstellung FIGUR — GRUND 1, die vom 16. Januar bis 27. Februar im KunstHaus Potsdam zu sehen war.


Mia Sanchez (*1988) lebt und arbeitet in Basel, wo sie ihren MA in Fine Arts am Institut Kunst abschloss. Zuvor studierte sie an der Hochschule der Künste Bern und verbrachte ein Jahr an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK). Sanchez wurde für den Swiss Art Award 2020 nominiert und erhielt 2020 das BaselBerlin-Stipendium der Akademie der Künste Berlin. Sie ist Teil vonRiverside, einem Off-Space, den sie 2015 mitbegründet hat.

Stefanie Schwarzwimmer

If these walls could talk,
they would run, 2022

3D Rendering, Foto-Direktdruck auf Alu-Dibond, 30 x 40 cm,10 Unikate + 2 AP

Mitglieder je 230 €
Nichtmitglieder je 300 €

Das Motiv der Jahresgabe ist in Anlehnung an Stefanie Schwarzwimmers Arbeit If these walls could talk, they would cough
and go back to bed‘ entstanden, die im Herbst 2021 bei Deborah Bowmann in Brüssel gezeigt wurde – eine ortsspezifische Installation und 3D Animation. Die Jahresgabe stellt nun in verkleinerter Form jenen Loop dar, den die Besucher*innen damals im Galerieraum vorfanden. Zu sehen ist ein Crime-Scene Marker, der in Flammen steht. Der vermeintliche Hinweis auf ein Beweisstück wird ad absurdum geführt, da er selbst zum Zentrum des Ereignisses wird. Das Motiv steht dadurch in Analogie zu seiner eigenen Beschaffenheit als 3D-Rendering – ein am Computer erzeugtes Bild.


If these walls could talk, they would run ist exklusiv als Jahresgabe für den Kunstverein KunstHaus Potsdam entstanden. Ausgangspunkt war die Zusammenarbeit anlässlich der Gruppenausstellung FIGUR — GRUND 1, die vom 16. Januar bis 27. Februar 2022 im KunstHaus Potsdam zu sehen war.


Stefanie Schwarzwimmer (*1990) ist eine in Berlin und Wien tätige Künstlerin und Grafikdesignerin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem spekulativen Potenzial von 3D-Renderings, indem sie computergenerierte, fiktive Momente mit fotografischem Charakter schafft. Sie studierte von 2012 bis 2018 Bildende Kunst am Institut für Kunst und digitale Medien der Akademie der bildenden Künste Wien unter Constanze Ruhm. Ihr Diplomfilm Silent Revolution (2018) wurde mit dem Hauptpreis der Akademie ausgezeichnet. Im Jahr 2022 ist Schwarzwimmer Teilnehmerin des Goldrausch Künstlerinnenprojekts.